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| Europäische
Humanistische Föderation (EHF): Generalversammlung
Ein
Hauptthema auf der Generalversammlung der EHF am 19./20.6.2004 in London
war natürlich die Europäische Verfassung, die an diesem Wochenende
von den Regierungschefs der EU angenommen worden war. Der Gottesbezug ist
zwar nicht in der Präambel, dennoch müssen wir uns mit der Sonderrolle
der Kirchen, die in Artikel 51 festgeschrieben ist und über den Artikel
46 hinausgeht, intensiv beschäftigen.
Obwohl
alle Humanistischen Verbände in Europa der Auffassung sind, dass die
Kirchen auch Zivilgesellschaften sind, deren Mitwirkung der Artikel 46
regelt, ist den Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften mit Artikel 51
eine Sonderrolle eingeräumt worden, die insbesondere die uneingeschränkte
Gültigkeit der Konkordate sichert. Im Arbeitsprogramm der EHF wurde
daher der Schwerpunkt der Beobachtung der Fortentwicklung der Konkordate
extra aufgenommen.
Für
mich überraschend war die Position der norwegischen Humanis-ten, die
sich gegen das französische Gesetz aussprachen, religiöse Symbole
in öffentlichen Räumen zu verbieten. Es gibt auch bei der EHF
hierzu keine einheitliche Position.
Das
Vorgehen der französischen Nationalversammlung ist für mich eindeutig
und klar! In Deutschland muss wohl erst wieder über den Klageweg die
einseitige Diskriminierung der islamischen Kopftücher und die Bevorzugung
christlicher Symbole in öffentlichen Räumen beseitigt werden.
Die Länder mit neuen Schulgesetzen, welche die Kopftücher verbieten,
bereiten den französischen Weg vor, der spätestens über
eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes gegen das Urteil
des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig durchgesetzt werden wird.
Der
Staat hat die Aufgabe, in einem multireligiösen Europa zur Integration
beizutrage,n und dies kann nur durch strikte Neutralität in Religions-
und Weltanschauungsfragen geschehen. Der DFW ist gut beraten, sich der
französischen Position anzuschließen. Die EHF ist noch nicht
soweit! Unsere Aufgabe in der Bundesrepublik ist es, die Nichtdiskriminierungsrichtlinie
der EU in nationales Recht umzusetzen. Hierüber sind wir mit dem federführenden
Familienministerium im Gespräch. Auf diesem Wege sind vielleicht die
Konsequenzen des Artikels 51 der Europäischen Verfassung einzuschränken.
Die hinkende Trennung von Kirche und Staat in der Bundesrepublik
kann hoffentlich über die europäische Ebene aufgehoben werden.
Horst
Prem
Vizepräsident |
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„Atheismus
und sozialer Fortschritt“
Einladung
zum 5. Weltkongress der Atheisten, 7.–9. Januar 2005,
Atheist
Centre, Vijayawada, Indien
Indien
ist nicht nur ein Land der Religionen, sondern auch ein Land des Atheismus,
Humanismus, Rationalismus, Säkularismus, Skeptizismus und des Freien
Denkens.
Vom
7.–9. Januar 2005 wird im Atheist Centre in Vijayawada, Indien, der 5.
Weltkongress der Ahteisten stattfinden. Menschen aus vielen Ländern
der Erde werden an diesem historischen Kongress teilnehmen, der unter dem
Motto: „Atheismus und sozialer Fortschritt“ stehen soll.
Der
erste Weltkongress der Atheisten wurde im Atheist Centre, Vijayawada, im
Dezember 1972 abgehalten. Gora, der Gründer des ersten Atheistenzentrums
der Welt, war der Vorsitzende. Er warb für Atheismus als einen positiven
Lebensweg. Der zweite Weltkongress der Atheis-ten wurde 1980 in Vijayawada
durchgeführt. Den Vorsitz hatte Sir Hermann Bondi, der spätere
Master des Churchill College, Cambridge, Großbritannien. Der dritte
Weltkongress der Atheisten fand 1983 in Helsinki statt, und der vierte
war 1996 wiederum im Atheist Centre in Vijayawada, mit Sir Hermann Bondi
als Vorsitzendem. Der 10. Todestag von Gora, der 90. Geburtstag von Gora
und der 80. Geburtstag von Frau Saraswathi Gora waren ebenfalls Gelegenheiten
für Internationale Konferenzen. Diese Veranstaltungen wurden auch
jeweils zum Anlass genommen, die Botschaft des positiven Atheismus und
der weltlichen Sozialarbeit zu verbreiten.
Es
ist erfreulich, dass die indische Regierung bereits zwei Briefmarken mit
Abbildungen hervorragender indischer Atheisten herausgegeben hat – Periyar
E. V. Ramaswami und Gora –, die an ihre Geburtstagsjubiläen 1979 und
2002 erinnern sollten. In Deutschland wird derzeit ebenfalls ein atheistischer
Philosoph, Ludwig Feuerbach, mit der Herausgabe einer Briefmarke geehrt,
die es seit 8. Juli zu kaufen gibt (Wert 1,44 Euro).
Die
Welt bewegt sich langsam aber stetig weg vom Knebel der Religionen. Trotz
einiger temporärer Rückschritte hier und da entwickeln sich viele
Nationen weiter in Richtung Toleranz und Säkularismus. Das ist eine
große Errungenschaft für die Zukunft der Menschheit. Der lange
Marsch in Richtung auf eine postreligiöse Gesellschaft hat begonnen.
Die Menschheit entfernt sich immer weiter von religiöser Unterdrückung.
Die Bedeutung eines positiven Atheismus und Humanismus als Lebensweg wächst
von Tag zu Tag.
In
diesem globalen Szenario findet der fünfte Weltkongress der Atheisten
statt. Atheis-ten, Freidenker, Humanisten, Rationalisten, Säkularisten
und viele Befürworter des gesellschaftlichen Wandels aus verschiedenen
Ländern werden teilnehmen, um ihrer Zustimmung zu Atheismus, Humanismus
und sozialem Fortschritt erneut Ausdruck zu verleihen. Alle sind willkommen. |
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| Integrationspolitik
für alle
Mit
Sorge beobachteten die Delegierten der 57. Landesversammlung der Freireligiösen
Landesgemeinde Pfalz das Erstarken rechter Parteien bei den vergangenen
Kommunal- und Europawahlen.
„Das
Eindringen rechten Gedankengutes in die gesellschaftliche Mitte bleibt
ein bedenkliches Phänomen. Abgrenzungsversuche von politischer Seite
über Diskriminierung von anderen religiösen Auffassungen und
Kulturen, wie sie zur Erzielung von Macht inzwischen allzu gern benutzt
werden, sind gefährlich, da sie nicht zu kontrollierbaren Reaktionen
seitens der Wähler führen können, wenn nicht Vernunft entscheidet,
sondern Gefühle wie Angst und Neid. Das Auseinanderhalten von Politik
und Religion, wie durch die europäische Tradition geboten, wirkt nicht
nur Konflikt eindämmend, sondern kann auch Vorbildfunktion über
die Grenzen hinaus erhalten.
Statt
Ausgrenzung sollte eine gründliche Integrationspolitik für alle,
die in Deutschland wohnen bleiben wollen, betrieben werden. Wir rufen zur
Erfüllung dieser Aufgabe auf.“
Einer
der Tagesordnungspunkte der 57. Landesversammlung im Juni im Johannes-Ronge-Haus
in Ludwigshafen waren Neuwahlen zu Präsidium und Landesvorstand. Wieder
gewählt als Präsident wurde Siegward Dittmann. Neue Vize-Präsidentin
ist Irmgard Kofink-Klehr als Nachfolgerin von Klaus Weller, der für
dieses Amt nicht mehr kandidierte. Der weitere Landesvorstand setzt sich
nach der Wahl wie folgt zusammen: Robert Adam, Marianne Bauer, Jürgen
Kofink, Guido Kollmannsperger, Werner Kuntz und Klaus Weller. Ergänzt
wird der Landesvorstand durch Renate Bauer (Landessprecherin), Anita Stahl
(Verwaltung), Ursula Kuntz (Freireligiöser Wohlfahrtsverband Pfalz)
und Sabrina Janz (Freireligiöse Jugend).
Freireligiöse
Landesgemeinde Pfalz |
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| Italienische
Ketzereien
Im
Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz veranstaltet die Freireligiöse
Landesgemeinde Pfalz Abende unter dem Motto „Italienische Ketzereien“,
und zwar zu folgenden Terminen:
17.8.
um 20 Uhr in Ludwigshafen, Parkinsel, am Ufer, Höhe Park-Tennis-Club
und
19.8. um 20 Uhr in Speyer, Fußgängerzone, Pilgerplatz
Eine
Mischung aus Lesung und Performance machen die Standpunkte und Schicksale
der Ketzer Italiens und ihre Wirkung auf Deutschlands Kultur lebendig.
Wir verfolgen die Spuren von Giordano Brunos Thesen und das Schicksal Galileis
in der deutschen Literatur. Die Lesung aus Texten von und über die
Ketzer gibt ein Gerüst, das den Zuschauern einen Einstieg in die Performance
ermöglicht. Anschließend laden wir ein, uns mit den Künstlern
über das Projekt auseinanderzusetzen.
Freireligiöse
Landesgemeinde Pfalz |
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Humanism
for global peace and social justice
Ein
Bericht von der IHEYO-Jugendkonferenz in Kampala, 20.–24. Mai 2004
Was
ist Humanismus? Wahrscheinlich die am häufigsten gestellte Frage auf
der Konferenz in Kampala/Uganda, hinterlässt sie doch anscheinend
immer noch eine gewisse Unsicherheit bei der Bestimmung einer Definition.
Was macht mich als Humanist aus? Was macht mich zum Humanisten? Die Antwort
ist am Ende für mich sehr leicht: meine Persönlichkeit!
Groß
geworden und erzogen nach sozialen Regeln und genormten Verhaltensweisen
war ich doch schon immer im Denken, Fühlen, Begreifen und Handeln
eine frei denkende Humanistin. Die begriffliche Auseinandersetzung kam
erst viel später. Im Vergleich zur Begriffsbestimmung von Humanismus
in Verbindung mit der Auffassung von Humanismus aller Nationen war diese
jedoch nicht leicht zu finden. In Afrika ist es offensichtlich und ohne
Hinterfragung der Hintergründe ein Bedürfnis der Menschen, für
ihr Recht auf Frieden zu kämpfen. Freiheit für alle Menschen,
Freiheit in ihrer Wahl der Weltanschauung, freie Meinungsäußerung.
Selbstverständlich! Keiner wird behaupten, dass der Wunsch nach Frieden
nicht in seine Liste gehört. Doch was ist mit der Freiheit im Denken,
Fühlen, Handeln – also auch mit der Freiheit der sexuellen Zugehörigkeit?
Die Antwort ist auch eindeutig: Homophobie!
Homosexualität
ist in Afrika eines der größten Tabus. Vom Gesetz her verboten,
in der Masse als unnormal und als westlicher moderner Einfluss verurteilt,
ist die Diskriminierung der Gay-Lesbian-Bewegung enorm hoch. Beispiele
reichen von Gefängnisstrafen, Verweigerung des Schulbesuches oder
Erstellung des Personalausweises bis zu Übergriffen mit grober Gewalt
und Vergewaltigung. Daraus begründet sind viele Homosexuelle unter
dem Deckmantel der Diskriminierung unter eine Maske geschlüpft, welche
sie vor sozialer Abgrenzung und Abweisung beschützt. Verwunderlich,
bedenkt man doch, dass es viele humanistische Organisationen allein schon
in Kampala gibt, die sich den Kampf um die Menschenrechte auf ihre Fahne
geschrieben haben. Also, wo ist ihre Unterstützung? Victor Makusa,
die einzige aktive Öffentlichkeitskämpferin der Gay-Lesbian-Bewegung,
referiert frustriert und ärgerlich über ihre erfolglosen Ersuche
und Hilferufe an sogenannte humanistische Organisationen. Die afrikanische
Gesellschaft ist so stark mit der Tradition und dem religiösen Background
verbunden, dass es so gut wie keine Unterstützung für diskriminierte
Minderheiten zu geben scheint. Die Unterstützungsverweigerungen erfolgen
mit homophoben Begründungen und der Angst einer Stellungnahme bzw.
Symphatiebekundungen zu einer Minderheit. Das ist die Kehrseite der Medaille.
Welche
Möglichkeiten haben nun wir als junge internationale Organisation?
Können wir einer diskriminierten Minderheit in Afrika (und auch weltweit)
genügend Unterstützung zukommen lassen? Aus persönlichem
Aktivismus und Stellungsnahmen heraus wurde die Frage nach Unterstützung
sofort und ohne zu zögern von Seiten der europäischen Länder
angenommen und ein Meeting zur Festigung der Unterstützungshilfen
einberufen. Beginnend mit nationalen Bemühungen um Lesben- und Schwulen-Organisationen
wurde auch die organisatorische und finanziell mögliche Unterstützung
zugesagt.
Was
ist nun Humanismus? Viel besprochen, oft definiert – und praktiziert? Hier
ist ein erster Punkt, zu dem wir bei der aktiven Entstehung und Verbreitung
von Humanismus beitragen können. Helfen wir den afrikanischen Minderheiten
der Gay-Lesbian-Bewegung, ihr Recht auf Selbstentscheidung sexueller Zugehörigkeit
durchzusetzen. Helfen wir ihnen im humanistischen Sinne, so zu leben, wie
es jedem Menschen zusteht: selbstbestimmt, selbstverantwortlich und frei
entscheidend.
Silvana
Uhlrich
Mitglied
des Humanistischen Freidenkerbundes |
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| Generationengerechtigkeit
durch Sozialabbau?
So
lautete der Titel eines politischen Seminars der Jugend- und Bildungsstätte
Klingberg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband
und dem DGB, dessen Arbeitsgruppen folgende politische Forderungen zum
Ergebnis hatten:
1.
Adenauers Generationenvertrag von 1957 regelt die Finanzierung der Renten
durch die unselbständig arbeitende Bevölkerung. Das Kapitaldeckungsverfahren
wurde bei der Neustrukturierung des Rentenversicherungssystems wegen der
Inflations-/Währungsreform-Erfahrungen durch das Umlageverfahren ersetzt.
Der Adenauer-Ansatz „Kinder kriegen die Leute ohnehin“ ist nicht zukunftsfähig.
2.
Die zunehmende Überalterung führt zur Schieflage des derzeitigen
Rentensystems (Rentenformel).
3.
Global konkurrieren verschiedene Sozialsysteme mit unterschiedlichen Standards
in der Infrastruktur. (So haben beispielsweise die Metropolen Brüssel
und Mailand keine Kläranlagen.)
4.
Es fällt auf, dass Deutschland kein Sozialsystem hat, in das alle
Bürger einzahlen. Daher plädieren wir für eine Bürgerversicherung.
5.
Die Strukturprobleme müssen direkt angegangen werden und können
nicht durch Sozialumbau/Sozialabbau gelöst werden.
6.
Die für unser Sozialsystem nötigen Mittel sollen über ein
Drei-Säulen-Modell aufgebracht werden: eine Bürgerversicherung,
Belastung der Energie/Ressourcen mit ihren externen Kosten (Energiesteuer)
und höhere verbrauchsabhängige Steuern (Mehrwertsteuer).
7.
Diese höheren Belastungen müssen direkt zur Entlastung der Lohnnebenkosten,
also des Produktionsfaktors „menschliche Arbeit“ führen.
8.
Selbstverantwortung sollte durch Schaffung von Anreizen und Anerkennungen
gestärkt werden. Damit kann das Anspruchsdenken und die einseitige
Abhängigkeit reduziert werden (Gebrauchtwerden, Eigenversorgung z.B.
Schrebergarten, Energieernte).
9.
Bildung muss dazu beitragen, den Anteil selbstverantwortlicher Menschen
zu erhöhen. Absicherungsdenken hemmt die Kreativität.
10.
Das führt zu der Forderung, die Ausbildungszeiten zu verkürzen.
Damit einhergehend sollen durch früher einsetzende Bildungsangebote
(für Kinder vom 3.–6. Jahr) die Bildungschancen von der sozialen Herkunft
entkoppelt werden.
11.
Das Gesundheitswesen ist auf die drei Partner Arzt, Patient und Gesundheitskasse
zu reduzieren und leistungsgerecht zu vergüten (z.B. direkte Rechnungslegung
und Leistungsbezahlung).
12.
Die Energiesysteme müssen auf regenerative Basis umgestellt werden,
um neue Arbeitsplätze in Übereinstimmung mit der Ökologie
zu schaffen. Energie muss geerntet werden und nicht durch Ressourcenverbrauch
„hergestellt und wieder vernichtet“ werden.
13.
Energiebilanzen sollten zur Leistungsbewertung den Finanzbilanzen zumindest
gleichwertig gegenübergestellt und in der EU-Wettbewerbspolitik berücksichtigt
werden.
14.
Die Ökosteuer im bisherigen Umfang reicht nicht aus, um zur Senkung
der Lohnnebenkos-ten wesentlich beizutragen. Die derzeit bestehenden Ausnahmetatbestände
müssen aufgehoben werden.
15.
Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Schaffung ökologisch verträglicher
Unternehmen sind Voraussetzung für unser Überleben. Eine abgestimmte
EU-Verständigungspolitik ist erforderlich, um langfristig das Terror-
und Konfliktpotential abzubauen.
16.
Hierfür ist die Globalisierung der Wertvorstellungen Voraussetzung.
Die Politik ist gefordert, der globalisierten Industrie globale Wertvorstellungen
einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft entgegenzusetzen.
Die
Antwort der Bundesregierung zu diesen Themen steht noch aus.
Horst
Prem
DFW-Vizepräsident |
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| Symposium
zum 200.Geburtstag von Ludwig Feuerbach in Nürnberg
Der
Deutsche Freidenkerverband – Verbandsvorstand und Landesverband Bayern
– lädt in Zusammenarbeit mit dem Bund für Geistesfreiheit zum
wissenschaftlichen Symposium aus Anlass des 200. Geburtstages von Ludwig
Feuerbach ein.
Das
Symposium findet statt im Nürnberger Bürgerzentrum Villa Leon,
Phillip-Körber-Weg 1, und zwar von 10.00 bis 18.00 Uhr. Tagungsgebühr:
8,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro. |
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| Menschenrechtsgericht
billigt Kopftuchverbot an Universität
Der
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften begrüßt das
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, in dem
das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten grundsätzlich
gebilligt wird. Diese Regelung sei weder ein Verstoß gegen die Grundrechte
auf Religions- und Meinungsfreiheit noch eine Diskriminierung, entschieden
die Straßburger Richter am Dienstag. Sie wiesen damit die Klagen
zweier Medizinstudentinnen gegen die Regierung in Ankara zurück. Die
29 und 31 Jahre alten Frauen hatten in Istanbul und Izmir Medizin studiert.
Sie wurden von Vorlesungen und Prüfungen ausgeschlossen, weil sie
sich weigerten, ihr islamisches Kopftuch abzulegen. |
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