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| Hauptversammlung
des DFW und Abschluss des Ludwig-Feuerbach-Jahres 2004
Der
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) hat seine im
zweijährigen Turnus stattfindende Hauptversammlung Ende Oktober in
Fürth abgehalten. Die Delegiertenversammlung bestätigte die Spitze
des Präsidiums in ihrem Amt: Präsident des DFW bleibt Dr. Volker
Mueller (Falkensee), Vizepräsident ist weiterhin Horst Prem (Ottobrunn)
und Schatzmeister bleibt Siegward Dittmann (Ludwigshafen).
Als
weitere Präsidiumsmitglieder wurden gewählt: Wolfgang Günther
(Schriftführer), Ortrun Lenz (Öffentlichkeitsarbeit/Pressedienst),
Norbert Weich (Bildung/Seminare), Ute Janz (Fest- und Feierkultur). Als
Kassenprüfer wurden Heiko Porsche, Friedrich Patzier und Monika Hendlmeier
bestimmt.
In
seinem Bericht über die vergangenen zwei Jahre hob Dr. Volker Mueller
die Schwerpunkte seiner Arbeit hervor: Der DFW setzte sich u.a. weiterhin
ein für Themen der Menschenrechtspolitik, z.B. Etablierung des Internationalen
Strafgerichtshofs, Inkrafttreten der Europäischen Grundrechtecharta
und für eine laizistische Europäische Verfassung, die die Menschenrechte
wahrt und die Entwicklung einer Wertegemeinschaft fördert. Ein weiterer
Arbeitsschwerpunkt sind Bildung und Schule. Die Frage nach einer Werteerziehung
für alle wird weiterhin thematisiert. Dazu gehört die Unterstützung
des DFW für LER als Modell für alle Bundesländer sowie das
Infragestellen des konfessionellen Religionsunterrichts und seiner Ersatzfächer
an den staatlichen Schulen. Der DFW unterstützt freiwillige Unterrichtsangebote
von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften wie den freireligiösen
Unterricht oder Lebenskunde. In diesem Frühjahr wurde eine Stellungnahme
zu den neuen Rahmenlehrplänen für LER in der Sekundarstufe I
erarbeitet und eingereicht.
Ein
weiterer wesentlicher Punkt ist für den DFW das Verhältnis von
Staat und Kirche sowie die Gleichbehandlung aller Weltanschauungen: für
eine laizistische Bundesrepublik Deutschland sowie für ein entsprechendes
Europa. Dazu gehören viele konkrete Fragen wie Kopftuchurteil, Kirchensteuer
von konfessionslosen Arbeitslosen und das Arbeitsrecht in kirchlichen Einrichtungen.
Als
allgemeine ethische und kulturelle Interessen des DFW lassen sich festhalten:
Werte- und Toleranzerziehung, Bioethik, Humanes Sterben und Sterbehilfe,
Jugendfeier/Jugendweihe als berechtigte Kulturinteressen kirchenfreier
Menschen, Bestattungs- und Trauerkultur, Entwicklungen in der Jugend und
in der sozialen Situation.
Besonders
wichtig sind die Anstrengungen des DFW geworden,
1.
die Nichtdiskriminierung aller Religionen und Weltanschauungen in der Bundesrepublik
Deutschland und in Europa mit durchzusetzen sowie
2.
keine Privilegierung einer Religion, insbesondere der christlichen Kirchen
zuzulassen bzw. diese zu kritisieren.
Frei
sei der Geist und ohne Zwang der Glaube - dieser freigeistige Grundsatz
wird immer wieder auch in der Gegenwart verletzt. In den letzten Monaten
hat insbesondere der Vatikan im Zusammenhang mit der Verfassungsdiskussion
um den Gottesbezug in der Präambel und dem Art. 51 der EU-Verfassung
immer wieder hervorgehoben, dass das Christentum (natürlich vor allem
das von der römisch-katholischen Kirche vertretene) die alleinige
Wahrheit vertrete und vor allem die Atheisten und anderen nichtchristlichen
Menschen ohne Moral und ethische Lebensorientierungen seien. Aber auch
die evangelische Kirche versucht, ihre Missionierungsbestrebungen - nicht
nur im Osten - zu verstärken.
Der
DFW und seine Mitgliedsverbände bleiben bei der Auffassung, dass Religions-
und Weltanschauungsfreiheit auch bedeutet, dass alle Lebensanschauungen
gleich zu behandeln sind (sofern sie nicht die Menschenrechte in Frage
stellen) und Kirchen und Staat getrennt sein sollen.
Ein
wichtiger Schwerpunkt des DFW ist und bleibt, mit anderen Verbänden
und Organisationen aus dem freigeistigen Spektrum vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.
Dies geschieht bereits teilweise z.B. mit dem Humanistischen Verband Deutschlands
und dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten, aber auch
mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben und der Humanistischen
Union.
Das
Ludwig-Feuerbach-Jahr 2004 war in dieser Hinsicht ein echter Höhepunkt
in den Kooperationsbeziehungen zwischen den Verbänden. Hervorzuheben
ist in hierbei vor allem die Feuerbach-Tagung des DFW am 15./16. Mai 2004
in Kassel, das vom Deutschen Freidenker-Verband und dem Bund für Geistesfreiheit
Bayern veranstaltete Feuerbach-Symposium Ende Juli in Nürnberg sowie
zahlreiche andere Veranstaltungen der Mitgliedsverbände; die Herausgabe
des Buches „Ludwig Feuerbach - Religionskritik und Geistesfreiheit“ sowie
die Initiierung der Feuerbach-Briefmarke, die am 8. Juli 2004 zu 144 Cent
erschien.
Auf
internationaler Ebene hat der DFW verstärkt mit der IHEU (Internationalen
Humanistischen und Ethischen Union) der EHF (Europäischen Humanistischen
Föderation) sowie der IARF (International Association for Religious
Freedom) zusammengearbeitet.
Zum
Abschluss der DFW-Hauptversammlung gab es in eine Festveranstaltung zum
Ludwig-Feuerbach-Jahr, an der auch der Fürther Oberbürgermeister
Dr. Thomas Jung, MdB Marlinde Rupprecht, Stadträtin Susanne Jahn-Graf
und die Vertreter freigeistiger und humanistischer Verbände teilnahmen,
u.a. der Bundesvorsitzende des HVD (Humanistischen Verbands Deutschlands),
Dr. Horst Groschopp.
DFW-Präsident
Dr. Volker Mueller würdigte Leben, Werk und Wirkungsgeschichte Ludwig
Feuerbachs. Feuerbach markiert das Ende der idealistischen Philosophie,
er stellt die Philosophie vom Kopf auf die Füße durch die Entwicklung
eines anthropologischen Materialismus. Die Kernaussage seiner berühmten
Projektionsthese lautet: Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde. Gott
ist nicht die Liebe, sondern die Liebe ist göttlich.
Oberbürgermeister
Thomas Jung kommt in seinem Grußwort zu dem Schluss, dass Toleranz
ganz wichtig ist für ein friedliches Zusammenleben. Dabei dient der
Humanismus als gemeinsames Fundament.
MdB
Marlinde Rupprecht betont in ihrem Grußwort die Aktualität Ludwig
Feuerbachs für unsere Tage. Er lehrt uns, kritisch zu sein gegenüber
Dogmen und Alleinvertretungsansprüchen.
Auch
Renate Bauer, Landessprecherin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz,
betont in ihrer Festansprache die Aktualität Feuerbachs. Ein heftiges
Aufflammen des Fundamentalismus kann man heute in allen Lagern beobachten.
Neben einem Trend hin zur Esoterik stehen auch in Computerspielen Götter
und Dämonen wieder auf. Die Sehnsucht der Menschen nach Religions
scheint unausrottbar. Politiker aller Lager sind der Meinung, dass die
Menschheit Religion braucht, trotz der unseligen historischen Erfahrungen.
Der
Wunsch nach eigener Identität ist eine Notwendigkeit unserer individualisierten
Welt. Wer die Sicherheit nicht in sich finden kann, sucht Anlehnung an
Gruppen auch religiöser Art. Das Individuum setzt sich heute oft eine
Art Patchwork-Religion zusammen Ein Grundmythos unserer Gesellschaft ist,
dass wir die Gestalter unseres Lebens sind. Offene Beziehungen ermöglichen
zwar Freiheit, werden aber auch als Bedrohung empfunden. Die religiöse
Einbettung in die Naturabläufe ist stark zurückgegangen. Da der
Mensch heute oft nur noch als „homo oeconomicus“ betrachtet wird, wird
Religion wieder attraktiv. Leider ist die Tendenz aller Religionen jedoch
das Streben nach Allmacht. Dem will der DFW mit seiner Forderung nach Toleranz
gegenüber Andersdenkenden entgegentreten.
Im
Anschluss an den Festakt beschließen Dr. Volker Mueller und viele
Delegierte das sehr erfolgreich verlaufene Ludwig-Feuerbach-Jahr mit der
Niederlegung eines Blumengebindes auf dem Grab des Philosophen im Johannisfriedhof
zu Nürnberg.
Ortrun
E. Lenz |
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| 50
Jahre Karl-Weiß-Heim
Das
Altenheim der Freireligiösen Gemeinde Mannheim feierte in diesen Tagen
sein 50-jähriges Bestehen.
Am
1.10.1954 wurde der erste Bauabschnitt bezogen, in dem sich auch die Räume
der Freireligiösen Gemeinde Mannheim befanden. Schon immer war das
soziale Engagement ein Schwerpunkt der Gemeinde. Zur Unterstützung
kranker und hilfsbedürftiger Menschen stand der Frauenverein der Freireligiösen
Gemeinde zur Seite. Auch heute werden regelmäßig etwa 90 ältere
Menschen im Alter zwischen 54 und 99 Jahren betreut und gepflegt. Im reinen
Pflegebereich sind dafür 55 Plätze vorgesehen. Ziel ist es, den
Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ein heimatliches, warmes Zuhause
zu schaffen und die Selbständigkeit mit den persönlichen Neigungen
zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, werden über 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt. Für die nähere Zukunft ist
geplant, einen Neubau für ein Pflegeheim mit 100 Betten zu errichten.
Landespredigerin
Ute Janz (die Mannheimer Gemeinde gehört der Freireligiösen Landesgemeinde
Baden an) auf die Frage, was ihr bei ihrer Arbeit im Heim und in der Gemeinde
wichtig ist: „Der interkonfessionelle Gedanke und Aspekt. Wir sind ja eine
Religion der Beziehungen, zum Menschen, zur Natur, dem Kosmos und eventuell
zu etwas, das größer ist als wir. Und hier in diesem Haus soll
es Raum für alle Menschen geben, für Akzeptanz ohne Vorurteile
und ein würdiges Alter.“
Freireligiöse
Gemeinde Mannheim |
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| Die
Deutschen Unitarier unterstützen die Gründer der „Koalition-für-Darfur-Bewegung“
Wir
befürworten diese religionsübergreifende Aktion. Wir protestieren
entschieden gegen den Völkermord im Sudan.
Wir
fordern, dass den Vereinten Nationen eine gewichtigere Rolle zugestanden
wird, um diesen und andere Konflikte in der Welt mit friedlichen Mitteln
zu lösen. Und wir fordern, dass internationale humanitäre Organisationen
sofort und uneingeschränkt Zugang erhalten, um all den bedürftigen
Menschen die notwendigen Nahrungsmittel und Medikamente zu bringen.
Die
Deutschen Unitarier glauben, dass jeder Mensch einen eigenen Wert und eine
eigene Würde besitzt. Deshalb verurteilen wir Gewalt als Mittel zur
Konfliktlösung.
Vorstand
der Deutschen Unitarier |
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| Wintersonnenwende
Seit
mehr als zehn Jahren begeht die Freireligiöse Gemeinde Mannheim das
Fest der Sommersonnenwende mit großem Sonnwendfeuer im Luisenpark.
Erstmals wird sie nun am 21. Dezember 2004 um 17:00 Uhr das Fest der Wintersonnenwende
mit einer kleinen Feier im Lauer'schen Garten, M 6, gestalten.
Mit
dem Feuer zur Wintersonnenwende will die Freireligiöse Gemeinde
Mannheim die Vielfalt der weihnachtlichen Bräuche direkt ins Zentrum
der Quadratestadt bringen und zudem durch die Nähe zu ihrem Gemeindezentrum
und dem Karl-Weiß-Altenheim gerade auch den alten Menschen, die dort
wohnen, die Gelegenheit geben, an einer solchen Feier teilzunehmen.
Das
Sonnwendfeuer soll mit traditionellen Flammensprüchen entzündet
werden. Nach einer kurzen Besinnung, gestaltet durch Landespredigerin Ute
Janz, werden gemeinsam Lieder zur Weihnacht und zum Licht gesungen.
Zum
religiösen Hintergrund: Für die Freireligiösen, die Religion
als In-Beziehung-Treten des Einzelnen zur Natur und zum Mitmenschen verstehen
und erfahren, ist die Wintersonnenwende und mit ihr die Weihnachtszeit
das bedeutendste Fest des Jahreskreises.
In
der Besinnung auf die in der Erde schlummernde Lebenskraft, in der Freude
auf den kommenden Frühling, das Vertrauen auf die Rückkehr des
Lichts – die wieder länger werdenden Tage – und damit die Erneuerung
des Lebens erfahren Freireligiöse Vertrauen in den Fortbestand des
Lebens und seiner positiven Werte auch und gerade in unwirtlicher Zeit.
Die
Feier ist Ausdruck des Wissens um die schöpferischen Kreisläufe
und darum, dass Tod und Leben eine unauflösliche Einheit bilden, die
einander wechselseitig bedingen. Weihnachten, die „geweihten Nächte“
um den Zeitpunkt der kalendarischen Wintersonnenwende, ist für uns
Freireligiöse die Zeit der Besinnung auf diese Zusammenhänge
des Lebens und das Versprechen von Hoffnung auf das Wiedererstarken der
„lichten“ Kräfte im Leben. Dafür wird das Feuer entzündet.
Es ist Sinnbild für Freude, Hoffnung und Lebensmut.
Gäste
sind herzlich willkommen. Weihnachtsgebäck und ein warmer Trunk sorgen
für das leibliche Wohl.
Ute
Janz |
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| 21.
DFW-Seminar: Politik für einen gesellschaftlichen Konsens oder das
Ende der deutschen Demokratie?
Unsere
Medien überschlagen sich mit Berichten über den Arbeitsplatzabbau.
Verunsicherung wird gestreut in Firmen und manchmal hat man den Eindruck,
die Arbeitgeber wollen um keinen Preis zurückkehren in den Zustand
der 60er bis 80er Jahre, in denen Vollbeschäftigung herrschte.
Sozialabbau
wird auch von der Politik betrieben und mit der fehlenden Konkurrenzfähigkeit
der Industrie begründet. Die Reden unseres neuen Bundespräsidenten
Horst Köhler lassen keine volkswirtschaftlichen Perspektiven erkennen,
die über makroökonomisches Fachwissen hi-nausweisen. Gleichzeitig
aber
ist Deutschlanddie Bundesrepublik Exportweltmeister und die Gewinne der
Unternehmen explodieren! Immer weniger Menschen sollen immer mehr arbeiten
und die anderen werden ausgegrenzt. Ist unsere Krise hausgemacht und nur
herbeigeredet oder ist sie real und gar nicht abwendbar?
Massenarbeitslosigkeit
in Deutschland hatte schon einmal ein demokratisches System zum Einsturz
gebracht. Befinden wir uns in einem Zustand wie zum Ende der Weimarer Republik?
Damals kamen auch Politikverdrossenheit, soziale Verunsicherung und fehlende
demokratische Lebensorientierung zu ihrem Gipfelpunkt und der Zulauf zu
extremistischen Parteien nahm sprunghaft zu. Die gegenseitige Blockade
der großen Volksparteien, aber auch die Bockbeinigkeit der
Arbeitgeber, neue Arbeitsplätze nicht nur im Ausland, sondern auch
in Deutschland zu schaffen, haben uns in diese politische, ethische und
soziale Krise geführt. Oder gibt es tiefere Gründe, die nicht
verstanden sind und noch einer Lösung harren? Die fehlende Perspektive
gefährdet unser politisches System.
Im
Rahmen dieses DFW-Seminars wollen wir diese Zusammenhänge aufarbeiten.
Insbesondere die zentrale Bedeutung der Energiepolitik zur Schaffung von
Generationengerechtigkeit in unserem politischen Gemeinwesen soll herausgearbeitet
werden. Arbeitsplätze dürfen nicht wegrationalisiert werden,
weil sie durch billige Energie und Automatisierung ersetzbar sind. Es muss
zu einer neuen Bewertung von Arbeit und Energie kommen, um unsere politische
Krise zu überwinden. Die Einfallslosigkeit der ökonomischen Theorien,
die alle die Bewertung des Faktors Energie vergessen haben, muss überwunden
werden. Auf diesem Wege wollen wir die sozialpolitische Resignation überwinden,
Zuversicht in den Wirtschaftsprozess bringen und zu demokratischer Kultur
in der Bundesrepublik beitragen.
Auf
dem Programm stehen u.a. folgende Vorträge: Dr. Volker Mueller: „Arbeitslosigkeit
als Ost-West Problem - Bemerkungen zu gegenwärtigen Identitäts-
und Wertekrisen“. Dr. Jürgen Grahl: „Kann Politik Arbeitsplätze
schaffen? - Schutzimpfung gegen die finale Ölkrise“. Dietmar Michalke:
„Die soziale Kompetenz der Wirtschaftsführer“. Horst Prem: „Schlüsselrolle
der Energiepolitik zur Herstellung von Generationengerechtigkeit“, Aussprachen
und Gruppenarbeit zu den Referaten sowie ein musisch-heiterer Abend und
eine Podiumsdiskussion mit den Referenten.
Tagungsort
und Übernachtung: Franken-Akademie Schloss Schney, Schlossplatz 8,
96215 Lichtenfels, Tel 09571/97500.
Anmeldung
bitte schriftlich an: Horst Prem, Prinz-Otto-Str. 9, 85521 Ottobrunn, Tel.
089/ 6096255 Fax 089/6090177, erbeten bis 12. Januar 2005. Seminarkosten
inkl. Logis und Verpflegung zwischen 100 und 135 Euro (bei Anmeldung erfragen).
Überweisung
der Seminarkosten an Deutsche Unitarier München, Stichwort „Schney“,
Freisinger Bank e. G., Konto Nr. 415 9799, BLZ 701 696 14
Dr.
Volker Mueller / Horst Prem |
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| UNESCO-Preis
für Taslima Nasrin
Die
Frauenrechtlerin Taslima Nasreen wurde mit dem Mandajeet-Singh-Preis 2004
der UNESCO für die Förderung von Toleranz und Gewaltfreiheit
ausgezeichnet.
Sie
erhielt den Preis für ihren mutigen und unermüdlichen Kampf für
Menschenrechte, Freiheit und Gleichberechtigung der Frauen in islamischen
Ländern. Die in Bangladesch geborene Ärztin, Dichterin und Autorin
von über zwanzig Büchern, von denen einige in mehr als zwanzig
Sprachen übersetzt wurden, hatte 1994 aus ihrem Land fliehen müssen,
als islamische Fundamentalisten schworen, sie zu töten. Seither lebt
sie im Exil in Europa und den USA. |
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Barnimer
Freidenker forschen in Wroclaw
Seit
Juni 2002 forschen die Barnimer Freidenker (Brandenburg) auf der Suche
nach ihren geistigen Wurzeln in Wroclaw (Breslau).
Der
Verein Freidenker Barnim e.V. ist Initiator und Träger eines deutsch-polnischen
Forschungsprojektes, welches nicht nur viele Referenzen bekommen hat, sondern
auch aktive wissenschaftliche Unterstützung. Das Forschungsprojekt
„Wroclaw (Breslau) eine europäische Metropole – ein Zentrum der freireligiösen/freigeistigen
Bewegung Deutschlands in der Zeit von 1830–1939" wurde entwickelt, um die
literarischen und Quellen, die in der Universitätsbibliothek Wroclaw,
besonders im Schlesisch-Lausitzer Literaturkabinett archiviert sind, wissenschaftlich
aufzuarbeiten und damit ein bisher noch nicht bearbeitetes Feld der Geschichte
der Stadt Wroclaw und der freireligiösen/freigeistigen Bewegung Deutschlands
für die deutsche und polnische Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
Das
Forschungsprojekt könnte den Nachweis erbringen, dass Deutsche und
Polen mit der Geschichte auch anders umgehen können, ohne dass das
deutsch-polnische Verhältnis darunter leiden muss. Diese Aspekte sind
es auch, die in den Referenzen des Präsidenten des Deutschen Bundestages,
Wolfgang Thierse, der polnischen Botschaft in Deutschland und des Präsidiums
der Stadt Wroclaw hervorgehoben werden und die Universität Wroclaw,
die Europa-Universität Frankfurt/Oder, die Universität Würzburg
und das Willy-Brandt-Zentrum für deutsch-polnische sowie europäische
Studien in Wroclaw bewogen, es mit ihren wissenschaftlichen Kapazitäten
zu unterstützen. Jüngster Kooperationspartner ist die Freireligiöse
Gemeinde Berlin, die sich seit August dieses Jahres beteiligt. Dipl. phil.
Heinz Klos ist Leiter des Forschungsprojektes und steht Interessenten bzw.
ehemaligen Schlesiern gern für Anfragen zur Verfügung und bittet
eventuelle Zeitzeugen sowie Besitzer freireligiöser Literatur aus
dieser Zeit um Unterstützung.
Heinz
Klos |
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