|
|
|
| DFW
unterstützt die Brüsseler Erklärung
Der Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) führt Pressekonferenzen
in Berlin, München, Ludwigshafen und Hamburg durch, um seine Unterstützung
für die Brüsseler Erklärung zu den Grundwerten Europas zum
Ausdruck zu bringen. Diese Pressekonferenzen stehen unter dem Thema „Trennung
von Religion und Politik“. Im Vorfeld der am 25. März 2007 in Brüssel
vorgestellten Erklärung hat der DFW hunderte Unterstützerunterschriften
gesammelt und der Europäischen Humanistischen Föderation übergeben.
Der DFW repräsentiert
10 Mitgliedsverbände in der Bundesrepublik Deutschland und ca 50.000
Mitglieder. Er ist Vertreter kirchenfreier Interessen und Mitglied der
Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) und der Internationalen
Humanistischen und Ethischen Union (IHEU).
Säkulare und
religiöse Repräsentanten aus allen 27 Mitgliedsländern der
EU, Nicht-Regierungs-Organisationen, Wissenschaftler, Publizisten und Mitglieder
nationaler Parlamente und des Arbeitskreises des Europäischen Parlaments
zur Trennung von Religion und Politik haben die Brüsseler Erklärung
formuliert. In diesem Zusammenhang wendet sich der DFW u.a. gegen den Gottesbezug
in der EU-Verfassung. Dies widerspricht den Gegebenheiten in Deutschland
und der Situation in den EU-Mitgliedsstaaten.
Nach Auffassung des
DFW ist der 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge
der Zeitpunkt, auf die Grundwerte Europas besonders hinzuweisen, die im
Europäischen Verfassungsentwurf zusammengefasst sind. Sie bilden den
Konsens für die europäische Wertegemeinschaft. |
|
| Die
Brüsseler Erklärung
Wir, die Menschen Europas,
bekräftigen hiermit unsere gemeinsamen Werte. Sie beruhen nicht auf
einer einzigen Kultur oder Tradition, sondern gründen sich in allen
Kulturen, die das moderne Europa ausmachen.
- Wir bekräftigen
den Wert, die Würde und die Autonomie jedes Individuums und das Recht
eines jeden auf die größtmögliche Freiheit, die sich mit
den Rechten anderer vereinbart. Wir unterstützen Demokratie und Menschenrechte
sowie die Rechtsstaatlichkeit und streben die bestmögliche Entwicklung
eines jeden Menschen an.
- Wir erkennen unsere
Fürsorgepflicht für die ganze Menschheit einschließlich
künftiger Generationen und unsere Abhängigkeit von und Verantwortung
für die natürliche Welt an.
n Wir bekräftigen
die Gleichheit von Männern und Frauen. Alle Personen, unabhängig
von Rasse, Herkunft, Religion oder Glaube, Sprache, Geschlecht, sexueller
Orientierung oder Können, müssen vor dem Gesetz gleich behandelt
werden.
- Wir bekräftigen
das Recht eines jeden, eine Religion oder einen Glauben eigener Wahl anzunehmen
und zu befolgen. Aber der Glaube irgendeiner Gruppe darf nicht zur Einschränkung
von Rechten anderer führen.
- Wir halten daran
fest, dass der Staat neutral bleiben muss in Angelegenheiten von Religion
und Glaube, und niemanden bevorzugen oder benachteiligen darf.
- Wir halten daran
fest, dass persönliche Freiheit mit gesellschaftlicher Verantwortung
verbunden sein muss. Wir streben danach, eine gerechte Gesellschaft zu
bilden, die auf Vernunft und Mitgefühl aufbaut, in der jeder Bürger
in die Lage versetzt wird, sich voll einzubringen.
- Wir halten fest
an Toleranz und Meinungsfreiheit.
- Wir bekräftigen
das Recht eines jeden auf eine offene und umfassende Bildung.
- Wir lehnen Einschüchterung,
Gewalt und Anstiftung zu Gewalt zur Förderung von Streitigkeiten ab
und halten daran fest, dass Konflikte durch Verhandlungen und legale Methoden
gelöst werden müssen.
- Wir halten fest
an der Freiheit der Forschung in jeder Sphäre menschlichen Lebens
und an der Anwendung der Wissenschaften im Dienst menschlichen Wohlergehens.
Wir streben danach, Wissenschaft kreativ, nicht destruktiv zu nutzen.
- Wir halten fest
an der Freiheit der Kunst, achten künstlerische Kreativität und
Imagination und anerkennen die verändernde Kraft der Kunst. Wir bekräftigen
die Bedeutung von Literatur, Musik und der visuellen und gestaltenden Künste
für die persönliche Entwicklung und Erfüllung.
So verabschiedet am
25. März 2007, als dem 50. Jubiläum des Rom-Vertrages und der
Gründung der Europäischen Union. Die Erklärung wurde offiziell
am 27. Februar 2007 vorgestellt, vor den 50-Jahr-Feiern zur Unterzeichnung
des Rom-Vertrages am 25. März 2007. |
|
| Festveranstaltung
des DFW im Robert-Blum-Jahr 2007
Der Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) lädt zur Festveranstaltung zur
Ehrung des Demokraten, Revolutionärs und Freireligiösen Robert
Blum (1807–1848) anlässlich seines 200. Geburtstages ein. Sie findet
am 23. September 2007 in der ehemaligen Feierhalle der Freireligiösen
Gemeinde Berlin, Pappelallee 15 statt. Den Festvortrag wird Frau Prof.
Dr. Rosemarie Will, Bundesvorsitzende der Humanistischen Union, halten.
Ein kulturelles Programm wird diese Veranstaltung umrahmen.
Am Vortag, dem 22.9.07,
führt der DFW im Saal des Planetariums Berlin eine Fachtagung durch,
auf der dem Leben und Wirken Robert Blums nachgegangen werden wird. Robert
Blum arbeitete als Buchhändler und Journalist und engagierte sich
als Politiker für die Rechte des Volkes. Im Februar 1845 gründete
er in Leipzig die freireligiöse Gemeinde und wandte sich gegen politische,
soziale und religiöse Unfreiheit. Blum wurde 1848 als Abgeordneter
in das Frankfurter Parlament gewählt. Im Herbst 1848 kämpfte
er gegen die kaiserlichen Truppen in Wien, wo er dann trotz seiner parlamentarischen
Immunität nach seiner Gefangennahme am 9. November 1848 standrechtlich
erschossen wurde.
Anfragen und Anmeldungen
zu den Veranstaltungen bitte an: Freireligiöse Gemeinde Berlin, Pappelallee
15, 10437 Berlin.
DFW fordert mehr Pluralität
in den Medien
Die freien säkularen
Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland
unterstützen die prinzipielle Kritik des Zentralrats der Juden in
Deutschland an nur christlich gebundenen Sendungen im öffentlich-rechtlichen
Fernsehen.
Nachdem ein Drittel
der Bevölkerung in Deutschland keiner der großen Weltreligionen
mehr angehört, wird es Zeit, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen
bei seiner Programmgestaltung dem religiös-weltanschaulichen Pluralismus
in Deutschland Rechnung trägt.
Es gilt, im Fernsehen
– wie überhaupt in den Medien – die integrativen Werte der Demokratie,
der Toleranz und der Menschenrechte und nicht die partikularen Interessen
einzelner Religionsgemeinschaften zu diskutieren und zu verbreiten.
Prof. Dr.-Ing. Helmut
Kramer/ Dr. Volker Mueller
Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften e.V. |
|
| Ein
säkulares Europa
Der Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) führt vom 16. bis 18.11.2007 in
Scharbeutz/Ostsee eine Konferenz zum Thema „Ein säkulares Europa –
der Weg zur europäischen Staatsbürgerlichkeit“ durch.
In Zusammenarbeit
mit der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) sind dazu
vor allem die Freigeis-ter, Freidenker und Humanisten aus Europa eingeladen,
um über die Zukunft Europas, seine Wertebasis und die Entwicklung
einer EU-Identität zu diskutieren.
Anmeldungen bitte
an: DFW, Dr. Volker Mueller, R.-Breitscheid-Str. 15, 14612 Falkensee. |
|
| Patientenverfügungen
müssen geachtet werden
Die anwesenden Mitglieder
der Freireligiösen Gemeinde Ludwigshafen bekräftigen anlässlich
ihrer jährlichen Gemeindeversammlung als oberstem Entscheidungsgremium
hiermit ihre Unterstützung für eine gesetzliche Regelung der
Gültigkeit von Patientenverfügungen.
Die Mitglieder des
Freireligiösen Wohlfahrtsverbandes schließen sich auf ihrer
Jahresversammlung dieser Unterstützung ebenfalls an. Alle erwarten,
dass der Gesetzgeber den Vorgaben der Gerichte folgt und das Selbstbestimmungsrecht
eines Menschen bis zum Ende seines Lebens im Sinne des Grundgesetzes auf
körperliche Unversehrtheit und auf die freie Entfaltung seiner Person
bekräftigt. Dies schließt speziell vor dem Hintergrund der Fortschritte
in der modernen Medizin das Recht ein, über sein Lebensende selbst
zu bestimmen, einen natürlichen Sterbensverlauf zuzulassen und Behandlungsmethoden
auszuschließen, und im Falle, dass eine Willensäußerung
nicht mehr möglich ist, vorherige Regelungen für diesen Fall
zu treffen.
Wir erwarten von dem
Gesetzgeber, dass in einem künftigen Gesetz folgendes einfließt:
1. Es muss die Achtung
einer Patientenverfügung grundsätzlich bejahen. Es muss ferner
bejahen, dass eine bzw. mehrere bevollmächtigte Personen an des Kranken
Statt handeln können.
2. Es sollte klare
formale Regeln setzen: Die letztunterschriebene Verfügung gilt. Sie
besitzt Gültigkeit auch handschriftlich und ohne Zeugen. Sie besitzt
Gültigkeit mündlich vor Zeugen.
3. Es sollte gewisse
inhaltliche Bedingungen setzen: Ausschluss bestimmter Behandlungsmethoden,
nicht eine generelle Angabe wie: Ich will in Würde sterben.
4. Es sollte den Arzt
verpflichten, der Verfügung zu folgen, auch wenn er/sie selbst noch
gewisse Behandlungsmöglichkeiten sieht.
5. Es sollte auch
die Vormundschaftsgerichte verpflichten, solchen Willenserklärungen
zu folgen.
Freireligiöse
Gemeinde Ludwigshafen |
|
Bevölkerung
lehnt Beschränkung der Patientenverfügung auf den Sterbeprozess
ab
Bundestag wird
sich voraussichtlich Ende März erstmals mit einer Regelung des Vorsorgeinstruments
befassen; neue Umfrage im Auftrag der DGHS
Rechtzeitig zur Premiere
einer Diskussion der Patientenverfügung im Deutschen Bundestag hat
die DGHS eine repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema durchführen
lassen. Hier die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:
1. Drei Viertel aller
Bundesbürger (73 %) sind der Ansicht, dass eine Patientenverfügung
nicht erst im eigentlichen Sterbeprozess Geltung haben sollte. Vielmehr
sollte sie bereits ab dem Moment, in dem der Patient sich selbst nicht
mehr äußern kann, für die Ärzte bzw. das Krankenhaus
eine verpflichtende Wirkung haben.
2. Die Mehrheit der
Bundesbürger (62 %) würde bei einer Patientenverfügung das
Risiko in Kauf nehmen, dass man durch einen Verzicht auf lebenserhaltende
Maßnahmen (hier: im Falle eines Komas) möglicherweise die Chance
auf ein Wiedererwachen vergibt.
3. 58 % der Bundesbürger
halten eine gesetzliche Regelung der Patientenverfügung allein nicht
für ausreichend.
4. Über zwei
Drittel der Bundesbürger (68 %) sind der Meinung, dass die Sterbehilfe
– angefangen von der mitmenschlichen Sterbebegleitung bis hin zur Tötung
Kranker auf Verlangen – gesetzlich geregelt werden sollte.
Befragt wurden 1.004
Personen ab 18 Jahren im Erhebungszeitraum 12. und 13. März 2007.
Die Verbreitung der Daten unter Angabe der Quelle ist erwünscht.
Die vollständige
Umfrage mit ausführlichen Daten und Fragestellungen finden Sie im
Internet unter
www.dghs.de, Bereich
Presse-Informationen, erläuternde Informationen.
|
|
| Manfred
Gilberg neuer Präsident der FLH
Die Landesversammlung
der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen hat am 3.3.07 Manfred
Gilberg aus Darmstadt zum neuen Präsidenten gewählt. Besonderer
Dank gilt Dieter Bender, der nach 8-jähriger Päsidentschaft nicht
mehr zur Verfügung stand.
In den Landesvorstand
neu gewählt wurden für 4 Jahre: Dieter Bender, Kerstin Henkelmann,
Ortrun Lenz, Dr. Gerd Mitschke, Timo Saueressig, Wolfgang Schöneberger,
Heinz Walter. Besonderer Dank gilt Herrn Bernhard Ruppersberg, der
nach 4-jähriger Amtszeit nicht mehr für den Landesvorstand kandidierte.
Dem Landesvorstand gehören weiterhin an: Klaus Grein, Wilfrid Herrmann,
Herbert Messer, Wilma Schulze, Norbert Spengler, Stefan Spengler, Elke
Wunderwald.
In das geschäftsführende
Präsidium wurden gewählt: Dr. Gerd Mitschke, Herbert Messer (Schatzmeister),
Timo Saueressig, Heinz Walter und als Ersatzmann Wolfgang Schöneberger.
Besonderer Dank gilt Norbert Spengler, der nach 2-jähriger Amtszeit
ausschied.
Die Wahlen des Freireligiösen
Wohlfahrtsverbandes Hessen brachten keine Änderungen. Gewählt
wurden: Axel Spengler (1. Vorsitzender), Elke Wunderwald (2. Vorsitzende),
Kerstin Henkelmann (Schriftführerin), Elke Suchanek (Schatzmeisterin)
sowie die Beisitzer Klaus Grein und Wolfgang Schöneberger.
Elke Suchanek (Geschäftsführerin
FLH) |
|
Dialektisches
Denken bei Nikolaus von Kues und Jakob Böhme
Seminar der Freigeistigen
Aktion für humanistische Kultur
Am 28. April 2007 findet
in Neustadt/Rbge. (bei Hannover) im Schloss Landestrost von 10 bis 17 Uhr
ein Tagesseminar zum Thema „Dialektisches Denken bei Nikolaus von Kues
und Jakob Böhme“ statt. An diesen beiden Persönlichkeiten soll
exemplarisch die Entwicklung des dialektischen Denkens vorgestellt werden.
Nikolaus von Kues
genießt besonders in freireligiösen/freigeistigen Kreisen eine
große Wertschätzung. Jakob Böhme, als Lutheraner und Schuhmacher
bekannt, hat auf mehrere nach ihm gekommene Denker großen Einfluss
ausgeübt. Selbst Hegel erkannte in Böhmes Spekulationen die in
ihnen enthaltenen dialektischen Ansätze. Böhmes pantheistische
Gleichsetzung von Natur und Gott wurde natürlich vom offiziellen Christentum
schärfstens missbilligt und führte zu Anfeindungen.
Bei Nikolaus von Kues
ist der Sachverhalt anders. Er wurde 1401 als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns
geboren. Mit siebzehn fing er an zu studieren und schloss sein Studium
nach sechs Jahren ab. Studienorte waren Heidelberg (1416–17) und Padua
(1417–23). Er studierte Mathematik, Physik, Astronomie, Medizin, antike
Philosophie und Jura – jedoch nicht Theologie. Mit 22 erwarb er den Doktortitel
in Jura, erst danach studierte er in Köln erstmals Theologie. Seine
kirchliche Laufbahn begann er dann mit 26 Jahren. Für die freigeistige
Bewegung ist Nikolaus von Kues interessant, weil sich seine naturwissenschaftliche
Ausbildung in einigen seiner theologischen Schriften niedergeschlagen hat.
Neben Referaten und Diskussionen zur Theologie und Philosophie von Böhme
und von Kues gibt es auch eine Podiumsdiskussion mit den Seminarteilnehmern.
Anmeldungen für
das am 28. April stattfindende Seminar bitte an Arnher Lenz, Fasanenweg
8, 31535 Neustadt, Tel. 05032-66297, Fax 05032-66263, E-Mail: arnher.e.lenz@t-online.de. |
|
Tagung
der Freien Akademie 2007: Mensch und Ökonomie – Wirtschaften
zwischen Humanität und Profit
28. April – 01.
Mai 2007 im Gutshof Havelland, Falkenrehde (bei Berlin)
Die Tagung möchte
mit der Ökonomie einen grundlegenden Lebensbereich des einzelnen Menschen
und der Gesellschaft bedenken. Reflektiert werden sollen nicht nur die
möglichen Handlungsoptionen des Menschen, sondern auch die anthropologisch-philosophischen
Grundlagen wirtschaftlichen Handelns. Kurzatmig, rein pragmatisch gefundene
Handlungskonzepte sind kein Ziel der Tagung. In diesem umfassenden Erkenntnisansatz
sollen sich die Tagungsteilnehmer dem Thema auf zwei Zugangsweisen annähern
und miteinander ins Gespräch kommen. Zum einen sollen einschlägig
engagierte Gruppen und gesellschaftliche Akteure ihre Sichtweisen aus ihrer
Perspektive entfalten. Zum anderen sollen sich eher beschreibende, analytisch
vorgehende einschlägige Wissenschaftsvertreter dem Tagungsthema widmen.
Weiterhin sollen alle
Tagungsteilnehmer die Gelegenheit haben, sich mit einem ausgewählten
Themenaspekt in einer Arbeitsgruppe vertieft zu befassen. Abgeschlossen
wird die Tagung mit einem offenen Diskussionsforum. Ein besonderes Angebot
ist die Exkursion der Tagungsteilnehmer zu der Gemeinnützigen Obstbausiedlung
Eden bei Oranienburg. Diese Siedlung ist nach sozialökonomischen Konzepten
errichtet und bis heute geführt, wobei Grund und Boden nach dem Erbbaurecht
statt als Privateigentum genutzt wird und der Geldfluss zur Finanzierung
der genossenschaftlichen Vorhaben ohne Zinsnahme (bei Anlage und Leihe)
geregelt ist. Diese freiwirtschaftlichen Prinzipien als dritter Weg zwischen
Kapitalismus und Sozialismus spielen auch sonst im Tagungsverlauf eine
wichtige Rolle. |
|
Zukunftswünsche
– Zukunftsängste:Wie wünschen wir uns die Welt?
Unitariertag Niedernhausen/Wiesbaden
25.–28. Mai 2007
Alle unsere Entscheidungen
und Handlungen in der Gegenwart sind auf die Zukunft gerichtet; deshalb
sollten sie sinnvoll sein. Nach unitarischer Auffassung sollte der autonome
Mensch seinen eigenen Sinn für sein Leben finden. Dazu ist Unabhängigkeit
von Fremdbestimmung, Selbstständigkeit und der Mut, sich seines eigenen
Verstandes zu bedienen, notwendig.
Wir leben in einem
Rechtsstaat, in einer Demokratie mit einem Mehrparteiensystem, in einem
real existierenden Pluralismus. Der Säkularismus in unserem Land wird
angestrebt, wenn auch die völlige Trennung von Staat und Kirche noch
nicht erreicht ist. Die Meinungsfreiheit hat sich bei uns als ein hohes
Gut herausgebildet, und um die Gleichheit aller Bürgerinnen und Bürger
wird sich immerhin bemüht.
Als Arbeitsgruppen
sind u.a. geplant: Zukunftshoffnungen trotz Zukunftsängsten: Zusammenhänge
von Wirtschaft und Religion; Das misshandelte Kind – wie können wir
helfen?; Muss der Faktor Arbeit billiger werden?; Gemeinsam leben lernen!
Werteerziehung für alle und/oder Religionsunterricht oder Lebenskunde?;
Unsere Ressourcen: Wasser, Öl und Klima; Was Frauen wollen: Mütter,
Karrierefrauen, Rentnerinnen – wie wünschen wir uns die Welt?; Bildung
nur noch für Reiche – wie soll unser Bildungssystem in der Zukunft
aussehen?
Weitere Informationen
zum Unitariertag, z.B. über Unterkunft, Verpflegung, Preise, Kinderbetreuung,
Arbeitsgruppen, Ausflugsprogramm etc. gibt es im Internet unter www.unitarier.de. |
|
|