Wir über uns - Freigeistige Aktion

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Wir über uns

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Unser Verband wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts (1906) auf Initiative des berühmten Biologen Ernst Haeckel gegründet, und zwar unter dem Namen "Deutscher Monistenbund". Den Gründungsmitgliedern ging es um eine Betonung der Geistesfreiheit, um eine Weltanschauung, die sich auf die Naturwissenschaften gründet statt auf religiöse Dogmen. Wissen statt Glauben war die Devise und ist es bis heute. Der Deutsche Monistenbund wurde durch die Nationalsozialisten 1933 verboten und 1946 von München aus wieder neu gegründet. In den 50er Jahren gab es Diskussionen um den Namen der Vereinigung, die schließlich in eine Umbenennung in "Freigeistige Aktion/Deutscher Monistenbund" mündeten. 2003 änderten die Mitglieder den Namen nochmals in "Freigeistige Aktion für humanistische Kultur", um die Entwicklung des Vereins zu betonen:

Der Name sowie unser Verein gehen auf den 1906 gegründeten Monistenbund zurück. Die Gründung des Bundes erfolgte seinerzeit, also vor über 100 Jahren, aufgrund der sich dramatisch entwickelnden Wissenschaften und der Naturphilosophie einerseits, und der von den Glaubenssystemen der Kirchen eingenommenen und sich versteifenden dualistischen Haltungen andererseits. Nach der Zerschlagung des Bundes durch die Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der Bund 1946 wieder von München aus ins Leben gerufen.

In den fünfziger Jahren wurde dann eine lebhafte Diskussion bezüglich des Namens geführt, die zu der Umbenennung in Freigeistige Aktion – Deutscher Monisten-Bund führte. Die von Ernst Haeckel und Freunden ursprünglich beabsichtigte Ausgestaltung des Monisten-Bundes, wie Haeckel es in seinem Vortrag „Der Monismus als Band zwischen Religion und Wissenschaft" programmatisch vertrat, konnte nicht realisiert werden. Dessen ungeachtet sind die kulturpolitischen Forderungen des Bundes nach wie vor aktuell, ja sogar noch aktueller, da es jetzt gilt, sich als freigeistiger Verband in einem sich einigenden Europa richtig zu platzieren.

Oben: Kunstformen der Natur von Ernst Haeckel, dem Gründer des Deutschen Monistenbundes.
Unten: Ernst Haeckel – Biologe, Künstler, Monist.

Der Bund ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und hat keinen Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Daher konkurriert er auch nicht mit den entsprechenden freigeistigen, freireligiösen oder humanistischen Vereinigungen, die Körperschaftsrechte besitzen. Er sieht sich im Gegenteil als Förderer humanistischer Kultur, und will dies durch seine Arbeit auf kulturellem Gebiet auch weiterhin tun. Besonders in Zeiten der globalen Zusammenschlüsse und der Veränderung nationaler wie internationaler Institutionen ist es wichtig, unsere Stimme im Rahmen unserer Kooperation mit dem Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften ins Spiel zu bringen.

Die Entwicklung der vergangenen hundert Jahre hat gezeigt, dass es zu einem Wandel in der freigeistigen Terminologie gekommen ist. Aus der rein naturphilosophischen Ausrichtung des Monistenbundes zur Zeit seiner Gründung ist im Laufe der Jahrzehnte ein vermehrter Einsatz für freigeistige und humanistische Kulturarbeit geworden, und zwar vor dem Hintergrund der Grundrechte-Charta der UN an der Würde des Menschen ausgerichtet. So wollen wir u.a. auch Toleranz und gegenseitiges Verständnis der Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen fördern. Die Traditionslinie, der wir folgen, wurde durch die beiden Namensänderungen - die erste vor etwa fünfzig und die zweite vor zehn Jahren - nicht aufgegeben, jedoch wird sie zeitgemäß interpretiert und fortgesetzt.


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